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Erntedankfest

Die Sonne taucht das Gebäude unserer Gemeinde in ein warmes Licht, bunte Blätter fallen von den Bäumen – oh, wie dankbar können wir für diesen malerischen Herbsttag sein! Doch an diesem Sonntag möchten wir dem Herrn nicht nur für das schöne Wetter danken, sondern auch für all die anderen Geschenke, die Er uns täglich macht.

„Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“
(1. Thessalonicher 5:18)

Wer in allen Dingen dankbar sein möchte, muss zunächst erkennen, dass Dankbarkeit kein temporäres Gefühl ist, das von einer jeweiligen Lebenssituation abhängt, sondern eine Grundhaltung. Es ist nicht ausreichend, Gott nur einmal im Jahr – am Erntedankfest – für seine Gaben zu danken. Es genügt auch nicht, dies nur am Sonntag im Gottesdienst zu tun.

Nein, wir können und sollten uns an jedem Tag neu entscheiden, dankbar zu sein: Für unsere Familie und unsere Gemeinde, für unsere Gesundheit oder für das Land, in dem wir leben. Genauso sollten wir aber auch für die Umstände danken, die aus unserer Sicht weniger erfreulich sind. Wer darauf vertraut, dass Gott es gut mit ihm meint, dass Gott die Menschen liebt und keine Fehler macht, der kann auch beispielsweise für eine Krankheit oder einen Verlust danken. Das Vertrauen in die unergründlichen Wege des Herrn ist entscheidend; es gibt nichts, das unser Gott nicht zu einem Segen werden lassen kann.

Wir dürfen nicht unterschätzen, wie wichtig es für den Verlauf unseres Lebens ist, Dankbarkeit im Alltag zum Ausdruck zu bringen – sei es durch ein Gebet, ein Lied oder auf andere Weise. Wie bereits erwähnt, ist es jedem selbst überlassen, dankbar zu sein oder auch nicht; jedoch sind die Konsequenzen unserer Entscheidung stets vorherbestimmt: Undankbare Menschen ziehen sich nach und nach von Gott und ihren Mitmenschen zurück; sie können nicht mehr vertrauen.

„Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken und ihr unverständiges Herz ist verfinstert.“ (Römer 1:21)

Der Zusammenhang, der zwischen Dankbarkeit und unserem Denken besteht, ist evident. Zwar wird es uns nicht gelingen, fortan nur noch ehrbare Gedanken zu haben, da wir diese nicht vollständig kontrollieren können. Dennoch können wir mit viel Übung und Disziplin lernen, unsere Gedanken zu konditionieren; es ist uns überlassen, wie wir mit ihnen umgehen und welchen Raum wir ihnen geben.

Trotzdem sollten wir stets aufrichtig sein, nicht heuchlerisch. Was nützt es, Gott zu danken, wenn unser Gebet nicht ehrlich gemeint ist? Der Herr sieht unser Herz an; Er weiß zu jeder Stunde, was uns beschäftigt. So dürfen wir Ihm auch unsere Wut, Angst und Enttäuschung bringen.

Es kann sehr hilfreich sein, Gott gerade für die Menschen und Angelegenheiten zu danken, die uns eigentlich Sorge bereiten. Nur wer dankbare Gedanken sät, wird ein fruchtbares und glückliches Leben ernten. Darum erinnert euch an jedem Morgen daran, was Christus für euch getan hat: Sein Opfertod am Kreuz ist der Grund aller Gründe, warum wir dankbar sein dürfen!

Das diesjährige Erntedankfest in unserer Gemeinde war ein großer Segen: Gemeinsam mit einigen rumänischen Geschwistern, die den Gottesdienst durch Liedbeiträge bereichert haben, konnten wir dem Herrn für alles danken, das Er uns täglich zukommen lässt. Im Anschluss an den Gottesdienst haben wir Gemeinschaft gehabt, gegrillt und die herbstliche Atmosphäre genossen.

„Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (1. Chronik 16:34)