Ein besonderer Sonntag: Die ersten Gottesdienste im neuen Gemeindegebäude

„Eines erbitte ich von dem Herrn, nach diesem will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des Herrn mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des Herrn zu schauen und ihn zu suchen in seinem Tempel.“ (Psalm 27,4)

Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit war es am Sonntag, dem 28. Februar so weit: Wir durften die ersten Gottesdienste in unserem neuen Gemeindegebäude feiern!

Es war ein besonderes Gefühl, nach langer Zeit der Vorfreude endlich im großen lichtdurchfluteten Saal zusammenzukommen. Bereits am Freitag und Samstag hatten viele Geschwister gruppenweise die Räumlichkeiten liebevoll hergerichtet und letzte Vorbereitungen getroffen. Der Boden, die Wände, die Möbel – alles hatte diesen sonderbaren, neuen Geruch an sich. Eine Aufbruchsstimmung lag in der Luft.

Im gemeinsamen Gebet dankten wir Gott für die neuen Möglichkeiten. Wir wussten: Nicht uns, sondern Ihm allein gebührt die Ehre für das Werk, das Er in Bad Rothenfelde begonnen hat und auch vollenden wird. Gnädig und treu hat uns der Herr durch die anstrengende Bauzeit getragen: Immer wieder schenkte Er uns neue Kraft und Mut und bewahrte Arbeiter und Helfer vor schweren Verletzungen.

Das Wort brachte uns an diesem Sonntag unser geschätzter Bruder Matthias Pramschüfer. Er sprach über einige Verse aus Epheser 2 und erinnerte uns daran, dass wir durch Jesus Christus einen direkten Zugang zum Heil und ein Bürgerrecht in Seiner Gemeinde haben. Wir sind Familienmitglieder im Haus Gottes und Teil Seines lebendigen Bauwerks – welches in Ewigkeit bestehen wird!

„So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer
Wohnung Gottes im Geist.“ (Epheser 2,19–22)

Wir freuen uns über den zusätzlichen Platz, der uns nun zur Verfügung steht – sowohl im Versammlungsraum als auch in den Gruppenräumen im Keller. Besonders für die Kinder- und Jugendarbeit sind die neuen Räume eine große Bereicherung.

Es ist unser Gebet, dass das neue Gebäude vielen Menschen zum Segen wird – nicht nur uns, die wir bereits Teil der Gemeinde Christi sind, sondern auch darüber hinaus. Mögen unsere Türen immer offenstehen und möge Gott unserer Gemeinschaft noch weitere Geschwister hinzutun. Wir hoffen, dass Er an diesem Standort fortwährend Gemeinde bauen und uns auf unserem Weg führen wird – sowohl äußerlich beim bevorstehenden Umbau unseres alten Gebäudeteils als auch innerlich –, damit wir hier ein Zeugnis für Ihn und seine Liebe sein können.

Unser Gemeindebau: Es geht voran!

Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft: Der von uns beauftrage Bauunternehmer hat seine Rohbauarbeiten abgeschlossen!
Für diesen Fortschritt sind wir dem Herrn sehr dankbar.

Männertag mit Matthias Pramschüfer

Der zweite Männertag unserer Gemeinde fand am 15. Februar – wie bereits im letzten Jahr – in einer Pension in Bad Laer statt. Insgesamt 40 (überwiegend junge) Teilnehmer, davon zwei aus befreundeten Gemeinden, haben von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr gemeinsam über das Leben des Königs Hiskia nachgedacht. Mit dabei war der Prediger Matthias Pramschüfer, der uns bereits am 14. Februar in unserer Gemeinde in die Geschichte dieses beeindruckenden Königs von Juda anhand 2. Könige 18 eingeführt hat.

Hiskias Geschichte war eine pure Reformation! Aufgewachsen bei einem Vater, der dem Götzendienst verfallenen war, räumte Hiskia nach dessen Tod in seinem Königsreich gründlich auf. Alle Götzenbilder wurden zerschlagen, sogar vor der ehernen Schlange machte er keinen Halt. Dieses Heilmittel, das Gott Mose in der Wüste gegeben hatte, war inzwischen für das Volk zu einem Götzen geworden. Weg damit; Gott allein alle Ehre ! Auch für unser Leben ist dies bedeutungsvoll: Wo sind die Götzenbilder, die mich daran hindern, Gott allein zu dienen? Auch sagte Hiskia sich von dem König der Assyrer los, dem sein Vater fronpflichtig geworden war.

Am Samstag haben wir dann betrachtet, wie Hiskia den Gottesdienst wieder einführte. Das muss man einfach lesen; in 2. Chronik 29 und 30 wird detailliert jeder Schritt beschrieben. Es begann mit der Aufforderung an die Priester und Leviten, sich zu heiligen. Ohne Buße und Bekenntnis des Versagens kein Neuanfang! „Unsere Väter haben treulos gehandelt und sich von Gott abgewandt und die Türen des Hauses Gottes verschlossen und die Lichter ausgelöscht“, sagte Hiskia. Kommt uns dieses Bild nicht bekannt vor? Verschlossene Kirchtüren? Wo einmal Lieder zur Ehre Gottes gesungen und das Wort Gottes gepredigt wurde, sind die Lichter nun verloschen.

Mit der Gesinnung Immer weiter so bleiben wir die Totengräber unserer Kirchen und Gemeinden. Mit Buße, Umkehr, Aufstehen und mutigem Zupacken fängt Veränderung an. Aber nicht bei Anderen sondern bei mir! Immer wieder lesen wir: „Hiskia machte sich früh auf“ – sein Vorhaben war also nichts für Schlafmützen. Der ganze Unrat, der sich im Hause Gottes angesammelt hatte, musste entsorgt werden. Der Altar und alle Geräte wurden wieder aufgestellt. Das duldete keinen Aufschub. Erst danach kamen Hiskia und das Volk in den Tempel, um mit dem Gottesdienst zu beginnen. Der erste Gottesdienst war ein reiner Bußgottesdienst, danach wurde ein großes Fest gefeiert. Es endete damit, dass Hiskia und das ganze Volk sich freuten über das, was Gott dem Volke bereitet hatte. Da heißt es dann: „Denn diese Sache war plötzlich geschehen.“

Hiskia hatte den Wunsch, das Passahfest mit allen Israeliten zu feiern und sandte eine Einladung an alle Stämme Israels. Leider wurden die Boten von vielen verlacht und verspottet. Aber dann waren da doch noch einige, die sich einladen ließen und es wurde ein großes Passahfest zur Ehre des lebendigen Gottes.

So kann es auch immer wieder nur unser Wunsch sein, mit allen wahren Christen gemeinsam Gott und seinem Sohn Jesus alle Ehre zu geben. Gerade das Passahfest erinnert an die Leiden unseres Herrn Jesus und seinen Tod am Kreuz von Golgatha. Dort ist er in das Gericht Gottes gegangen um unsere Schuld zu sühnen. Wie gern würden wir mit allen, die den Herrn Jesus lieben, gemeinsam ihm dafür danken.

Am Ende des Festes hieß es: „Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk; und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam zu seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.“ Danach wurde der Glaube Hiskias auf eine harte Probe gestellt; leider fällte er aus Angst falsche Entscheidungen, die er später bitter bereute. Auch diese Kapitel über Fallen und Aufstehen sind sehr belehrend und zeigen uns, wie Gott unsere Gebete erhört, auch wenn wir an „dem Tag der Bedrängnis“ zu ihm rufen.

Der Gottesdienst am 16. Februar stand ebenfalls unter dem Eindruck des Lebens von Hiskia. Der Satz des Propheten Jesajas „Bestelle dein Haus denn du musst sterben“ beschäftigte uns an diesem Morgen und erinnerte uns an die Endlichkeit unserer Tage.

So hat sich Gottes Wort wieder erfüllt: Denn alles was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben. (Römer 15:4)

Für alle, die sich ausführlicher mit der Geschichte von Hiskia beschäftigen möchten, wurde das Buch Hiskia, der Mann der Gott vertraute von Wolfgang Bühne (erschienen im CLV Verlag Bielefeld) empfohlen.