Unser Gemeindebau: Es geht voran!

Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft: Der von uns beauftrage Bauunternehmer hat seine Rohbauarbeiten abgeschlossen!
Für diesen Fortschritt sind wir dem Herrn sehr dankbar.

Männertag mit Matthias Pramschüfer

Der zweite Männertag unserer Gemeinde fand am 15. Februar – wie bereits im letzten Jahr – in einer Pension in Bad Laer statt. Insgesamt 40 (überwiegend junge) Teilnehmer, davon zwei aus befreundeten Gemeinden, haben von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr gemeinsam über das Leben des Königs Hiskia nachgedacht. Mit dabei war der Prediger Matthias Pramschüfer, der uns bereits am 14. Februar in unserer Gemeinde in die Geschichte dieses beeindruckenden Königs von Juda anhand 2. Könige 18 eingeführt hat.

Hiskias Geschichte war eine pure Reformation! Aufgewachsen bei einem Vater, der dem Götzendienst verfallenen war, räumte Hiskia nach dessen Tod in seinem Königsreich gründlich auf. Alle Götzenbilder wurden zerschlagen, sogar vor der ehernen Schlange machte er keinen Halt. Dieses Heilmittel, das Gott Mose in der Wüste gegeben hatte, war inzwischen für das Volk zu einem Götzen geworden. Weg damit; Gott allein alle Ehre ! Auch für unser Leben ist dies bedeutungsvoll: Wo sind die Götzenbilder, die mich daran hindern, Gott allein zu dienen? Auch sagte Hiskia sich von dem König der Assyrer los, dem sein Vater fronpflichtig geworden war.

Am Samstag haben wir dann betrachtet, wie Hiskia den Gottesdienst wieder einführte. Das muss man einfach lesen; in 2. Chronik 29 und 30 wird detailliert jeder Schritt beschrieben. Es begann mit der Aufforderung an die Priester und Leviten, sich zu heiligen. Ohne Buße und Bekenntnis des Versagens kein Neuanfang! „Unsere Väter haben treulos gehandelt und sich von Gott abgewandt und die Türen des Hauses Gottes verschlossen und die Lichter ausgelöscht“, sagte Hiskia. Kommt uns dieses Bild nicht bekannt vor? Verschlossene Kirchtüren? Wo einmal Lieder zur Ehre Gottes gesungen und das Wort Gottes gepredigt wurde, sind die Lichter nun verloschen.

Mit der Gesinnung Immer weiter so bleiben wir die Totengräber unserer Kirchen und Gemeinden. Mit Buße, Umkehr, Aufstehen und mutigem Zupacken fängt Veränderung an. Aber nicht bei Anderen sondern bei mir! Immer wieder lesen wir: „Hiskia machte sich früh auf“ – sein Vorhaben war also nichts für Schlafmützen. Der ganze Unrat, der sich im Hause Gottes angesammelt hatte, musste entsorgt werden. Der Altar und alle Geräte wurden wieder aufgestellt. Das duldete keinen Aufschub. Erst danach kamen Hiskia und das Volk in den Tempel, um mit dem Gottesdienst zu beginnen. Der erste Gottesdienst war ein reiner Bußgottesdienst, danach wurde ein großes Fest gefeiert. Es endete damit, dass Hiskia und das ganze Volk sich freuten über das, was Gott dem Volke bereitet hatte. Da heißt es dann: „Denn diese Sache war plötzlich geschehen.“

Hiskia hatte den Wunsch, das Passahfest mit allen Israeliten zu feiern und sandte eine Einladung an alle Stämme Israels. Leider wurden die Boten von vielen verlacht und verspottet. Aber dann waren da doch noch einige, die sich einladen ließen und es wurde ein großes Passahfest zur Ehre des lebendigen Gottes.

So kann es auch immer wieder nur unser Wunsch sein, mit allen wahren Christen gemeinsam Gott und seinem Sohn Jesus alle Ehre zu geben. Gerade das Passahfest erinnert an die Leiden unseres Herrn Jesus und seinen Tod am Kreuz von Golgatha. Dort ist er in das Gericht Gottes gegangen um unsere Schuld zu sühnen. Wie gern würden wir mit allen, die den Herrn Jesus lieben, gemeinsam ihm dafür danken.

Am Ende des Festes hieß es: „Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk; und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam zu seiner heiligen Wohnung, in den Himmel.“ Danach wurde der Glaube Hiskias auf eine harte Probe gestellt; leider fällte er aus Angst falsche Entscheidungen, die er später bitter bereute. Auch diese Kapitel über Fallen und Aufstehen sind sehr belehrend und zeigen uns, wie Gott unsere Gebete erhört, auch wenn wir an „dem Tag der Bedrängnis“ zu ihm rufen.

Der Gottesdienst am 16. Februar stand ebenfalls unter dem Eindruck des Lebens von Hiskia. Der Satz des Propheten Jesajas „Bestelle dein Haus denn du musst sterben“ beschäftigte uns an diesem Morgen und erinnerte uns an die Endlichkeit unserer Tage.

So hat sich Gottes Wort wieder erfüllt: Denn alles was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben. (Römer 15:4)

Für alle, die sich ausführlicher mit der Geschichte von Hiskia beschäftigen möchten, wurde das Buch Hiskia, der Mann der Gott vertraute von Wolfgang Bühne (erschienen im CLV Verlag Bielefeld) empfohlen.

Umbau und Neubau unseres Gemeindegebäudes

Seit dem Beginn unserer Gemeinde im Jahr 2014 haben immer mehr Menschen regelmäßig unsere Gottesdienste besucht. Davon viele junge Familien mit ihren Kindern. Bereits nach drei Jahren wurde uns klar, dass das vorhandene Kirchengebäude auf Dauer für unsere Gottesdienste nicht ausreichen würde. Die Gottesdienstbesucher erreichte bald eine Zahl von 140 Personen, davon waren ungefähr die Hälfte Kinder im Alter von einem Jahr bis acht Jahren. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten mussten wir auch Räume haben für die Kinder- und später auch Jugendarbeit. Natürlich waren wir dankbar und froh darüber, dass das Interesse an unseren Gottesdiensten einen so breiten Zuspruch fand, war es doch unser Anliegen einen bibeltreuen Weg zu gehen. Die Aussagen der Bibel zu glauben und zu lehren hat offensichtlich viele dazu bewegt, sich uns anzuschließen. Somit mussten wir uns schon früh damit beschäftigen, wie und wo wir uns auf Dauer mit unserer Gemeinde ansiedeln sollten.

Zunächst wollten wir prüfen welche Baumöglichkeiten auf dem vorhandenen Grundstück bestehen. Benötigt wurde ein Gebäude, das rund 200 Gottesdienstbesuchern Platz bietet und zudem mindestens vier Nebenräume für die Kinder- und Jugendarbeit enthält. Dazu sind wir in Verhandlung mit der Gemeinde Bad Rothenfelde getreten. Für unser Bauvorhaben benötigten wir von der Gemeinde und von unseren Nachbarn einige Zugeständnisse. Die Gespräche verliefen sehr konstruktiv, sodass wir uns entschlossen, unsere Baupläne auf dem vorhandenen Grundstück umzusetzen – auch, weil wir in Bad Rothenfelde die einzige Freikirche und dadurch lediglich eine Ergänzung zu den bestehenden Kirchen sind.

Die Baugenehmigung erhielten wir dann im November 2018. Nach erfolgreicher Ausschreibung verschiedener Baugewerke, konnte im Juni 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Zunächst wurde das Nebengebäude abgebrochen, dann musste das bestehende Kirchengebäude unterfangen werden, da wir die Nebenräume in den Keller verlegen mussten. Dafür waren umfangreiche Tiefbauarbeiten mit Grundwasserabsenkung erforderlich.

Den Bodenaushub konnten wir aufgrund eines positiven Bodengutachtens bei Bekannten eines Gemeindemitglieds unterbringen. Als dann im August mit dem Einbau der Kellersohle begonnen werden konnte, waren wir sehr froh, dass sowohl vom Wetter als auch von der Unterfangung des Altgebäudes alles gut verlaufen war. Jetzt konnte mit dem Aufbau begonnen werden.

Wie man an den Fotos sehen kann, wächst das Gebäude und wir sind von Herzen dankbar, dass wir in allen Schritten Gottes gnädige Hand erkennen können. Wenn alles nach Plan verläuft, wird im März 2020 das Dach gedeckt. Dann werden die Fenster eingebaut und mit dem Außenputz und dem inneren Ausbau begonnen. Insbesondere der Innenausbau soll im Wesentlichen in Eigenleistung erfolgen. Bereits bei den bis jetzt erbrachten Bauleistungen wurde vieles in Eigenleistung gemacht. Für diese fleißigen Helfer sind wir sehr dankbar.

„Denn wir wissen, dass, wenn unser irdisches Zelthaus zerstört wird, wir einen Bau von Gott haben, ein nicht mit Händen gemachtes, ewiges Haus in den Himmeln.“ 2. Korinther 5:1